Welpentraining Grunderziehung

welpen

Für Welpen bedeutet der Start ins das Leben in der neuen Familie eine enorme Herausforderung. Tausend neue Situationen strömen auf sie ein und wollen verarbeitet werden. Für die Menschen ist es nicht weniger herausfordernd. In vielen Hundebüchern werden aufwändige Trainingspläne verlangt und lassen uns Menschen oft ratlos zurück - wie sollen wir soviel in der kurzen Welpenzeit unterbringen? Wir wollen diese Zeit doch genießen, sie ist ja so schnell vorbei.

Deswegen biete ich Welpentraining nur noch einzeln an. Am Anfang lernen die Menschen, gutes Verhalten des Welpens zu erkennen, Trainingsschritte zu planen, zu markieren und passend zu belohnen - dann zeigt der Welpe schon sehr schnell von selber das gewünschte Verhalten.

Wir arbeiten an der Basiserziehung, zum Beispiel: Markersignalfreudiges Herkommenentspanntes WartenAn- und Ausziehen vom BrustgeschirrSitzPlatz und Bleib und arbeiten am zuverlässigen Rückruf, Gelassenheit bei der Anwesenheit von anderen Hunden, sich anfassen lassen, erste Grundlagen der Leinenführigkeit und vieles mehr. Das Spiel, viele neue Umgebungen und Begegnungen kommen natürlich auch nicht zu kurz.

Systematisch üben wir auch die konditionierte Entspannung, Hundebegegnung und Begegnung mit Radfahrern, Joggern, Reitern und anderen Auslösern.

Natürlich können Fragen gestellt werden und es wird auf jede auftauchende Situation eingegangen. Alle Welpen dürfen kostenlos für 10 min in Einzelstunden zu Besuch kommen, um andere Hunde ruhig und nett kennenzulernen.

 

Alte Vorstellungen von Hundeerziehung, alte Begriffe wie; dieser oder jener Hund dominiert und darf das nicht, Alpha-Hund, "das klären die schon unter sich", Ignoranz, körperliche Strafen anwenden usw. haben hier keinen Platz. Wir arbeiten schon bei den Kleinsten mit modernem Hundetraining.

Der Hund ist von uns abhängig – in jeder Beziehung. Deswegen ermöglichen wir ihm ein friedliches Aufwachsen in seinem Tempo.

Der Hund handelt nicht aus bösem Willen, Dickköpfigkeit, Frechheit oder ist "stur", sondern zeigt immer nur das Verhalten, welches für ihn gerade in einer bestimmten Situation sinnvoll erscheint. Welpen zerstören nicht aus Absicht. Sie pinkeln auch nicht mit Absicht auf den schönen Teppich. Helfen wir den Hunden dabei, ein anderes Verhalten zu lernen.

Wir bieten unseren Hunden möglichst breitgefächerte, gute Erfahrungen und Lerngelegenheiten in verschiedensten Situationen und Umgebungen.
Dies bedeutet nicht, dass wir ihnen in kürzester Zeit möglichst viel erleben lassen, sondern das wir ihnen wohldosiert und geplant neue Reize bieten, angepasst an ihre Lernfortschritte und sie weder über- noch unterfordern.

Hierbei ist unser Augenmerk immer auf den einzelnen Welpe/Junghund gelegt. Die Entwicklung der Hunde läuft nicht linear, sondern sprunghaft. Wir lernen das Potential eines Welpen erst nach und nach kennen. Entwicklung und Erziehung brauchen Zeit.

Gerade in den Zeitfenstern der sensiblen Phasen bei Welpen ist der Sympathikus des vegetativen Nervensystems stark aktiviert. Deswegen werden auch angstauslösende Situationen intensiver erlebt und damit stärker im Gehirn verankert.

Der Welpe wird also behutsam an verschiedene Umweltreize gewöhnt und lernt, erste Herausforderungen gemeinsam mit seinem Menschen, seinem sicheren Hort, zu meistern.

Dabei darf er auch einmal Ablehnung von sozialkompetenten erwachsenen Hunden erfahren. In solchen Situationen kann der Welpe deeskalierendes Kommunikationverhalten lernen – die Welt ist nicht immer rosa. Wird er jedoch allzu barsch von einem anderen Hund angegangen, lernt er im schlimmsten Fall, sich vor fremden Hunden mit diesem Aussehen zu fürchten.

Die Anforderungen an Hunde in unserer Gesellschaft werden immer größer. Um konfliktfrei und leicht durchs Hundeleben zu kommen, brauchen Welpen

  • · angemessenes Sozialverhalten mit Artgenossen
  • · erwünschtes Verhalten gegenüber Menschen
  • · eine zuverlässige, sicherheitgebende Bezugsperson an ihrer Seite
  • · Herausforderungen, die die Welpen weder über- noch unterfordert

Verhalten hat immer etwas mit der im Moment vorherrschenden Gegebenheit und Situation zu tun. Es gibt kein „gutes“ oder „schlechtes“ Verhalten, sondern das gezeigte Verhalten ist ein Ausdruck, wie der individuelle Hund in der jeweiligen Situation meint, reagieren zu müssen – wie er „ es gelernt“ hat…oder eben auch nicht.
Welpen sollten in aller Ruhe an etwas Neues, Ungewöhnliches oder von Ihnen als etwas Bedrohliches empfundenen herangeführt werden. In kleinen Trainingsschritten sind dann sehr schnell Fortschritte zu sehen.

Wir Menschen legen unsere Priorität auf das Erkennen des richtigen, erwünschten Verhaltens (positive Verstärkung), bevor der Hund etwas Unerwünschtes tut und Belohnung dieses Verhaltens. Um das Verhalten dauerhaft zu festigen, benötigt es viel Übung und unser Markersignal erleichtert dem Hund das Lernen. Lernziele erleichtern dem Besitzer das Lehren.

Wir nutzen die gut erforschten Lerngesetze, um unserem Hund nachhaltiges Lernen einfach zu machen.

Hier ist ein Video zum sogenannten Doppelten Rückruf, der später bei großen Ablenkungen eingesetzt wird, um das Zurückkommen zu erleichtern. Das "Tiki-Tiki" wird verknüpft mit "Auf den Menschen zurennen". Dadurch kann man es in Situationen anwenden, wenn der Hund sehr abgelenkt ist und nicht aus der Hundewelt auftauchen mag. Anstatt zu schimpfen, lauter zu werden oder sich die anderen Signale kaputtmachen (mit der Fehlverknüpfung: mein Mensch ruft und ich komme nicht) benutzt man dann den Anker, der dann langsam, aber kontinuierlich gegeben wird und dazu führt, dass der Hund sich von der Schnüffelstelle verabschiedet und umdreht. :)

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